Ein Rauchwarnmelder kann Leben retten. Denn besonders im Schlaf nimmt man die giftigen Rauchgase bei einem Brand in der Wohnung häufig nicht wahr. Dabei sind Rauchmelder nicht teuer und lassen sich in jeder Wohnung montieren. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile auch in Deutschland eine Rauchmelderpflicht. In Ländern wie Großbritannien und den USA werden Haushalte bereits seit einigen Jahrzehnten mehrheitlich mit Rauchwarnmeldern ausgerüstet. In einigen deutschen Bundesländern sind Rauchmelder bereits Pflicht, während in anderen Regionen noch Nachrüstfristen gelten.

Regelungen der Bauordnungen

Mittlerweile haben alle Bundesländer eine Rauchmelderpflicht in ihre Bauordnung aufgenommen. Alle Neubauten müssen demnach mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden. Das gilt auch für Umbauten von Wohnraum. Abweichende Übergangsreglungen gelten für Bestandsimmobilien, die spätestens bis zum Ablauf der Nachrüstungspflicht ebenfalls mit Rauchmeldern bestückt werden müssen. Die Rauchwarnmelder werden im Schlafzimmer, Kinderzimmer und im Flur installiert, wenn dieser als Rettungsweg dient.

Rauchwarnmelder für alle?

Abhängig von den länderspezifischen Regelungen sind Rauchmelder tatsächlich bereits Pflicht oder müssen im Rahmen der Übergangsregelungen bis zu einem bestimmten Termin nachgerüstet werden. Die Rauchmelderpflicht gilt aber nicht nur für vermietete Wohnungen, sondern auch für selbstgenutztes Wohneigentum. Für den Kauf und den Einbau der Rauchmelder ist dabei immer der Eigentümer zuständig, kann aber die Kosten im Rahmen einer Modernisierungsmaßnahme auf die Miete umlegen.

Kontrolle von Rauchwarnmeldern?

Bei Neubauten wird der Einbau von Rauchmeldern bei der Bauabnahme kontrolliert. Bislang werden alle Objekte, in denen Rauchmelder nachgerüstet werden, nicht gesondert kontrolliert. Dennoch sollten Eigentümer hierbei nicht am falschen Ende sparen: Rauchwarnmelder sind nicht teuer, einfach zu montieren und können unter Umständen Leben retten. Dabei können Rauchwarnmelder zwar keinen Brand verhindern, aber die Bewohner rechtzeitig mit einem lauten Signalton warnen, wenn ein Feuer ausgebrochen ist.

Wissenswertes über Rauchmelder

Handelsübliche Rauchwarnmelder geben ein lautes Signalgeräusch ab, wenn sie giftige Rauchgase registrieren. Moderne Rauchwarnmelder lassen sich mithilfe der Funktechnik oder über Kabel vernetzen, womit der Signalton auch dann im Obergeschoss abgegeben wird, wenn es im Keller brennt. Die kleinen Rauchmelder sind heute auch schon zu günstigen Einsteigerpreisen erhältlich und lassen sich einfach montieren. Neben Schlaf- und Kinderzimmern sollten auch Flure mit einem Rauchmelder bestückt werden. In herkömmlichen Räumen wird der Rauchmelder immer an der Decke montiert, um den nach oben aufsteigenden Rauch bestmöglich registrieren zu können. In Europa dürfen nur Rauchwarnmelder mit einer CE-Kennzeichnung verkauft werden.

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