Die Umkehrhypothek oder „Rente aus Stein“ gilt hierzulande noch immer als exotisches Finanzprodukt. Das sieht in Ländern wie Großbritannien und in Nordamerika ganz anders aus: Immobilienrenten machen eine abbezahlte Wohnimmobilie wieder zu Geld. Dabei können Senioren ihre Immobilie aber weiterhin selber bewohnen und wie vorher nutzen. Aufgrund des sinkenden Rentenniveaus in Deutschland dürfte die bisher verschmähe Immobilienrente in Zukunft auch für immer mehr Senioren hierzulande interessant sein – auch wenn die aktuellen Angebote für solche Rentenprodukte auf dem Markt noch sehr überschaubar sind.

Die Umkehrhypothek oder „Rente aus Stein“ gilt hierzulande noch immer als exotisches Finanzprodukt. Das sieht in Ländern wie Großbritannien und in Nordamerika ganz anders aus: Immobilienrenten machen eine abbezahlte Wohnimmobilie wieder zu Geld. Dabei können Senioren ihre Immobilie aber weiterhin selber bewohnen und wie vorher nutzen. Aufgrund des sinkenden Rentenniveaus in Deutschland dürfte die bisher verschmähe Immobilienrente in Zukunft auch für immer mehr Senioren hierzulande interessant sein – auch wenn die aktuellen Angebote für solche Rentenprodukte auf dem Markt noch sehr überschaubar sind.

Wissenswertes über Immobilienrenten

Mit der „Rente aus Stein“ können Senioren ihr Eigenheim verrenten. Die Umkehrhypothek ist auch unter der englischsprachigen Bezeichnung Reverse Mortgage bekannt. Bei einer Umkehrhypothek handelt es sich um ein Finanzprodukt und nicht um eine Hypothek im eigentlichen Sinn. Bei dem Kreditvertrag dient die Immobilie als Sicherheit. Die Auszahlung erfolgt in Form einer einmaligen Summe oder in monatlichen Raten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Darlehen baut sich die Schuldenlast bei der Umkehrhypothek nicht ab, sondern auf. Aus diesem Grund wird auch die Bezeichnung Umkehrhypothek verwendet. Der Immobilienbesitzer bleibt Eigentümer seines Hauses und kann es weiterhin bewohnen. Damit eignet sich die Immobilienrente als Zusatzeinkommen fürs Alter.

Vor- und Nachteile von Renten aus Stein

Eine „Rente aus Stein“ kommt als zusätzliche Altersversorgung in Frage. Wenn die Rente im Alter nicht ausreicht, ermöglicht eine schuldenfreie Immobilie unter Umständen eine Verrentung. Der Nachteil: die Finanzprodukte sind teuer. Es fallen Gebühren und Risikoabschläge an. Mit einer Immobilienrente wird die Wohnimmobilie verrentet und kann dann nicht mehr an die Kinder vererbt werden. Damit dürften die in den USA häufig nachgefragten Finanzprodukte vor allem für Senioren in Frage kommen, die keine nahestehenden Erben haben und die sich eine bessere Liquidität wünschen.

Betongold als Altersvorsorge

Derzeit liegen die Zinsen auf einem historisch niedrigen Niveau. Die Investition in eine Immobilie für den Eigennutz war also noch nie so günstig wie heute. Dabei machen Immobilien allein aber noch keine Altersvorsorge aus: neben dem mietfreien Wohnen fallen weitere Lebenshaltungskosten an. Diese müssen dann mit den Rentenbezügen abgedeckt werden. Als Voraussetzung für ein mietfreies Wohnen im Alter gilt zudem die rechtzeitige Tilgung des Immobilienkredites spätestens zum Rentenbeginn. Ob eine Immobilienrente zur Aufbesserung der Bezüge im Alter in Frage kommt, hängt vor allem von den persönlichen Lebensumständen ab. Wer sein Haus ohnehin nicht vererben kann oder möchte, behält mit einer Umkehrhypothek das Wohnrecht und bessert gleichzeitig sein Haushaltseinkommen auf.

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