Hand zieht Holzklotz aus Turm mit Miniaturhaus darauf.
Risiken und Gefahren beim Immolienenkauf

Der Immobilienkauf gilt als attraktive Geldanlage zu günstigen Konditionen. Eine Investition in das "Betongeld" birgt allerdings auch gewisse Risiken, die Sie kennen sollten.

Wertsteigerung in Toplagen

Immobilien sind eine gute Geldanlage – doch nicht immer kann die Immobilie zu guten Renditen wieder verkauft werden. Lohnenswert ist vor allem die Investition in Häuser und Bürogebäude in Toplagen wie München, denn diese Immobilien steigen durch den erhöhten Bedarf schnell an Wert. Das Gegenbeispiel sind Immobilien in einigen Gebieten in Ostdeutschland, die am tatsächlichen Bedarf vorbei errichtet wurden und in den letzten Jahren erheblich im Wert gesunken sind. Immobilien sind teileweise nicht vermietbar und haben faktisch keinen Wert mehr. Die Immobilienpreise entwickeln sich je nach Region in Deutschland ganz unterschiedlich, weshalb eine Wertsteigerung nicht garantiert ist. Im Gegenteil: Profit lässt sich nur dort erwarten, wo das Wohnen auch in den nächsten Jahrzehnten begehrt sein wird. Nur in Toplagen ist der Kauf einer Immobilie als Geldanlage eine sinnvolle Option.

Zu wenig Eigenkapital

Ein großes Risiko beim Immobilienkauf ist schlichte Fehlkalkulation. Bevor die Immobilie Geld abwirft, muss diese zunächst einmal finanziert werden – sei es durch die Miete oder durch Zuschüsse der Bank. Problematisch wird dies vor allem bei der Vollfinanzierung, denn hier reichen die Einnahmen oft nicht aus, um die laufenden Kosten für die Immobilie fristgerecht zu decken. Schließlich müssen neben den Zinsen auch Nebenkosten wie Rücklagen und Reparaturen finanziert werden. Außerdem werden regelmäßige Zuzahlungen fällig.

Wer dann zu wenig Eigenkapital zur Verfügung hat, muss die Immobilie unter Umständen wieder veräußern. Als Faustregel gilt: die Finanzierungssumme sollte 80 Prozent des Kaufpreises nicht übersteigen. Nur so rechnet sich die Immobilie und ist dauerhaft eine sinnvolle Geldanlage.

Modernisierungsbedarf berücksichtigen

Was beim Immobilienkauf häufig unterschätzt wird, ist der Modernisierungsbedarf der Immobilie. Vor allem bei älteren Häusern muss der Käufer viel Eigenkapital aufwenden, um beispielsweise undichte Rohrleitungen reparieren zu lassen oder defekte Heizungsanlagen auszutauschen. Auch die energetische Modernisierung wird zunehmend wichtiger und muss zeitnah nach dem Hauskauf erfolgen. Wenn die finanzielle Belastung also bereits sehr hoch ist, kommen weitere Kosten hinzu, die schnell zu Fehlkalkulationen führen. Nicht selten muss das Kreditvolumen nachverhandelt werden, was nicht nur ärgerlich ist, sondern mitunter auch sehr teuer. 

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