Blauer Ordner mit Aufschrift Gebäudeversicherung mit Kugelschreiber und Taschenrechner auf Tisch
Gebäude Versicherung - Ordner im Büro

Jede Versicherung ist ein Risikoschutz für den jeweiligen Lebensbereich. Der Vermieter einer Immobilie sollte beziehungsweise muss sowohl im eigenen als auch im Interesse seines Mieters die aus dem Mietverhältnis resultierenden Risiken versichern. Das Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter ist ein ganz natürliches Spannungsfeld mit unterschiedlichen Interessen.

Ein Muss und unverzichtbar ist die Wohngebäudeversicherung. Damit wird das Immobilieneigentum mit Grundstück und aufstehendem Gebäude gegen solche Risiken wie Feuer, Hagel, Leitungswasser und Sturm versichert. Heutzutage ist es empfehlenswert, die Wohngebäude- um eine Elementarschadenversicherung zu ergänzen. Versichert werden solche Risiken wie Überschwemmung durch Starkregen oder wie Schneedruck auf dem Gebäudedach, die in der gängigen Wohngebäudeversicherung nicht enthalten sind. Der Schutz des Eigentums steht an oberster Stelle.

Ergänzend sowie analog zur privaten Haftpflichtversicherung sollte eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Der Vermieter ist zum Schadensersatz verpflichtet, wenn Dritten, beispielsweise Mietern, Besuchern, Brief- und Postboten durch das Betreten oder Benutzen der Immobilie ein Schaden zugefügt wird. Unterschieden wird in die drei Kategorien Personen-, Sach- und Vermögensschaden. Versichert sind alle Gemeinschaftsflächen. Egal was geschieht; die Versicherung ersetzt in Höhe der Versicherungssumme den entstandenen Schaden, in etwa vergleichbar mit der Pkw-Haftpflichtversicherung bei einem Verkehrsunfall.

Der verantwortungsbewusste Vermieter schließt ergänzend dazu noch eine Wohnungshaftpflichtversicherung ab. Damit sichert er sich gegen mögliche Schadensersatzansprüche des Mieters ab, wenn der eine vom Vermieter verursachte oder verschuldete Schaden innerhalb der Mietwohnung entsteht. Das ist auch deswegen ausgesprochen selten der Fall, weil im Protokoll zur Wohnungsübergabe beide Vertragsparteien bestätigt haben, dass die Mietwohnung in einem sicheren, ordnungsgemäßen Zustand übergeben wird. Versichert werden Schäden, die in einer Mietwohnung entstehen können, für die der Mieter selbst nicht verantwortlich ist.

Eine Mietausfallsicherung ist immer dann unentbehrlich, wenn die Mietwohnung fremdfinanziert wird. Die Mieteinnahme wird mit ihrem Anteil der Kaltmiete für den Schuldendienst mit Zinsen und Tilgung verwendet. Diese Zahlungen bleiben auch dann fällig, wenn die Mieteinnahme vorübergehend oder für längere Zeit fehlt. Dadurch kann innerhalb kurzer Zeit eine finanzielle Schieflage entstehen. Mit der Mietausfallversicherung ist der Vermieter auf der sicheren Seite, dass ihm die für seinen Schuldendienst benötigte, fehlende Mieteinnahme auch weiterhin zur Verfügung steht.

Mit einer Vermieter-Rechtsschutzversicherung im Rücken braucht der Vermieter keinem Mieter- und keinem Rechtsstreit aus dem Weg zu gehen. Im Leistungsfall übernimmt der Versicherer sowohl die eigenen als auch Fremdkosten. Entscheidend ist das Leistungsspektrum mit Rechtsberatung und Rechtsvertretung.

Als Mietnomaden werden Mieter bezeichnet, die eine Wohnung in der Absicht mieten, nach kurzer Zeit die Mietzahlung einzustellen und die Mietwohnung ohne Vorankündigung so zu verlassen, wie sie gerade ist. Dagegen kann sich der Vermieter mit einer eigenen Mietnomadenversicherung schützen.

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