Heute wird vielerorts eine Staffelmiete vereinbart. Ein solcher Staffelmietvertrag bedeutet zwar regelmäßige Mieterhöhungen, bewahrt Mieter aber auch vor unvorhergesehenen Anpassungen des Mietpreises. Vor dem Vertragsabschluss sollten Mieter vor allem prüfen, ob die Staffelmiete innerhalb einer allgemein zu erwartenden Preisentwicklung liegt oder ob die Traumwohnung mit den Jahren nicht doch zu teuer wird.

Heute wird vielerorts eine Staffelmiete vereinbart. Ein solcher Staffelmietvertrag bedeutet zwar regelmäßige Mieterhöhungen, bewahrt Mieter aber auch vor unvorhergesehenen Anpassungen des Mietpreises. Vor dem Vertragsabschluss sollten Mieter vor allem prüfen, ob die Staffelmiete innerhalb einer allgemein zu erwartenden Preisentwicklung liegt oder ob die Traumwohnung mit den Jahren nicht doch zu teuer wird.

Grundsätzliches zur Staffelmiete

Die Staffelmiete wird nach § 557a BGB geregelt. Bei einer Staffelmiete handelt es sich um einen Mietvertrag, bei dem die Preiserhöhungen von Vornherein festgelegt werden. Dabei muss die Mietstaffel immer für mindestens ein Jahr gelten. Für Mieter bedeutet ein Staffelmietvertrag konkret: sie binden sich über einen vertraglich festgelegten Zeitraum an eine Wohnung, die in regelmäßigen Intervallen teurer wird. Die jeweilige Erhöhung des Mietpreises muss in dem Vertrag als Geldbetrag ausgewiesen werden. Die Vereinbarung einer Staffelmiete ist bei unbefristeten Mietverträgen möglich. Bei Individualvereinbarungen und bei gewerblichen Mietverträgen kann der Ausschluss des Kündigungsrechts für maximal vier Jahre festgeschrieben werden.

Vorteile von Staffelmietverträgen

Mit einer Staffelmiete binden sich Mieter über einen vertraglich festgeschriebenen Zeitraum an ein Mietobjekt, das jährlich teurer wird. Ein solcher Mietvertrag hat aber auch seine Vorteile: unvorhergesehene Mieterhöhungen sind während der Vertragslaufzeit ausgeschlossen. Das gilt auch für Modernisierungen. Wenn der Eigentümer notwendige Modernisierungsmaßnahmen durchführt, gilt weiterhin die vereinbarte Staffelmiete. Auch eine Anpassung des Mietpreises an den Mietspiegel ist bei einem Staffelmietvertrag nicht möglich.

Nachteile der Staffelmiete

Wer einen Staffelmietvertrag unterschreibt, verzichtet meistens für einen Zeitraum von vier Jahren auf sein Kündigungsrecht. Erst nach vier Jahren steht Mietern dann wieder ein Sonderkündigungsrecht zu. Die Wohnung kann dann mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. Ein Staffelmietvertrag eignet sich daher nicht für Personen, die beruflich und privat bei der Festlegung ihres Wohnortes flexibel bleiben möchten oder müssen. Wer vorher auszieht, muss die Miete dennoch bis zum Ablauf der festgelegten Vertragszeit weiterzahlen. In der Praxis liegt die Mieterhöhung bei Staffelmieten zudem oft über dem Anstieg des Mietspiegels. Das bedeutet: die Wohnung kann unter Umständen teurer werden als es der allgemeine Mietspiegel hergibt.

Mietpreis nach Ablauf des Vertrages

Die Staffelvereinbarung läuft grundsätzlich mit der letzten Preiserhöhung aus. In der Praxis folgen dann nach dem Ablauf von vier Jahren keine weiteren Staffelungen mehr. Dann lassen sich Mieterhöhungen nur noch nach den allgemeinen gesetzlichen Vorgaben durchsetzen – zum Beispiel im Rahmen einer Sanierung. Es ist nicht möglich, die (jährlichen) Staffelungen nach dem Ablauf der Vertragslaufzeit einfach so fortzusetzen.

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