Dass die Lage zu den wichtigsten Kaufkriterien einer Immobilie gehört, hat sich längst auch unter Laien herumgesprochen. Wie lässt sich die Lage jedoch tatsächlich objektiv bewerten und wie können Interessenten einschätzen, ob sich der Erwerb einer Eigentumswohnung oder eines Einfamilienhauses wirklich lohnt?

Gute Lagen, schlechte Lagen?

Die Lage einer Immobilie muss nicht nur zum Zeitpunkt des Kaufes, sondern langfristig passen. Im besten Fall kann sich die Lage einer Immobilie mit der Zeit sogar verbessern. Hierfür gibt es genügend Beispiele wie die Städte Berlin und Leipzig. Bei der Bewertung von Immobilien und ihren Lagen stehen wirtschaftsstarke Standorte grundsätzlich besser da. Dazu zählen insbesondere der Süden der Republik, Städte wie München und Ballungsgebiete. Eine gute Lage ist damit aber auch leider mit hohen Kaufpreisen gleichzusetzen. Um die Lage einer Immobilie langfristig zu bewerten, sollte man etwa 20 Jahre in die Zukunft schauen. Dabei sind immer wieder Trends zu beobachten: nach dem großen Boom vom Leben in der Stadt zieht es nun die ersten Käufer wieder in die Vororte. Knifflig ist die Bewertung von Wohnlagen in sehr ländlichen geprägten Regionen, wo es heute deutschlandweit Regionen mit hohem Wertverlust als auch gefragte Lagen fernab des Großstadttrubels gibt.

Lagen bewerten

Um sich einen Überblick über die Wohnlagen seiner Region zu verschaffen, muss man heute nicht unbedingt ein Immobilienexperte sein. Im Internet findet man Bewertungen von Wohnlagen in allen Bundesländern und kann hier auch gezielt nach bestimmten Stadtteilen oder Straßen recherchieren. Unterschieden wird dabei zwischen einfachen, mittleren und guten Lagen. Auch die Immobilienpreise selber sind ein Indikator für die Wohnlage: gute Lagen sind immer teurer. Bei sehr hohen Kaufpreisen lassen sich hier aber vielerorts auch kaum noch Renditen erzielen.

Langfristig planen

Eine Kaufimmobilie soll nicht nur gut gelegen sein, sondern auch langfristig den persönlichen Bedarf erfüllen. Die Immobilie muss also auch im Rentenalter gut zugänglich sein, wenn eine Treppe ins Dachgeschoss über fünf Etagen zum Problem wird. Auch die Wohnungsgröße passt sich leider nicht an die individuelle Lebensplanung an und sollte langfristig durchdacht werden. Kaum etwas falsch machen Käufer hier jedoch mit drei Zimmern, sowohl für die Eigennutzung als auch zur Vermietung. Wer auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist, sollte auch diese als Kriterium in die Bewertung der Lage einbeziehen. Für Autofahrer gilt dies ebenfalls: wo es kaum öffentliche Parkflächen gibt, sollte ein Stellplatz mit erworben werden.

Zurück