Es geht natürlich auch ohne Makler: ein Privatverkauf von Immobilien kann sich durchaus lohnen. Wer eine Eigentumswohnung oder ein Einfamilienhaus selber verkaufen möchte, kommt jedoch um einige Vorbereitungen nicht herum. Auch der Zeitaufwand von der Erstellung eines Exposés bis zu Besichtigungsterminen sollte nicht unterschätzt werden.

Vorteil eines Privatverkaufs

Der wesentliche Vorteil eines privaten Immobilienverkaufs liegt auf der Hand: es fallen keine Maklergebühren an. Normalerweise werden die Maklergebühren zwischen dem Käufer und Verkäufer einer Immobilie geteilt. Bei einer Maklergebühr von 7,14 Prozent, die in vielen Bundesländern üblich ist, tragen Käufer und Verkäufer jeweils 3,75 Prozent der Kosten. In einigen Bundesländern zahlt der Käufer die Maklergebühr auch die 100 Prozent. Bei einem Verkauf der Immobilie von Privat an Privat fällt gar keine Courtage an, womit sich die Kaufnebenkosten deutlich reduzieren. Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass private Immobilienangebote besonders begehrt sind.

Vorbereitung eines Immobilienverkaufs

Wer seine Immobilie möglichst schnell abstoßen will, beauftragt besser einen Fachmann mit der Vermarktung. Denn: beim Hausverkauf will gut Ding Weile haben. Hierbei sollte man beachten, dass auch leerstehende Immobilien laufende Kosten verursachen. Ein leerstehendes Haus lässt sich zudem immer etwas schlechter vermarkten als ein Eigenheim, das noch bewohnt wird. Um eine Immobilien zu vermarkten, muss ein aussagekräftiges Exposé erstellt werden, was im Internet jedoch nicht schwierig ist. Einige Angaben, wie der Energieverbrauch des Gebäudes, sind hierbei verpflichtend. Mit schönen Fotos lassen sich Häuser besser verkaufen als mit düsteren, wackligen Aufnahmen. Um den Verkaufspreis zu ermitteln, hat man zwei Möglichkeiten: einen Gutachter beauftragen oder selber recherchieren. Im Internet kann sich heute jedermann schnell einen Überblick über die Immobilienpreise in seiner Gegend oder in seinem Viertel verschaffen.

Aus alt mach neu?

Besonders bei älteren Immobilien kann es sich lohnen, diese für den Verkauf noch einmal aufzuwerten. Hierzu müssen Eigentümer zwar erst einmal Geld in die Hand nehmen, verkaufen ihr Objekt aber unter Umständen schneller und zu einem besseren Preis. Welche Verschönerungsmaßnahmen die Immobilie in ein besseres Licht rücken, muss immer individuell entschieden werden – zum Beispiel das Ausräumen alter Möbel, ein frischer Farbanstrich oder moderne Dekorationen. Häufig lässt sich die Immobilie hierbei allein mit Dekorationen optimaler präsentieren.

Verkauf über den Notar

Hat das Objekt einen ernstzunehmenden Interessenten gefunden, kommt der Notar ins Spiel. Mit dem Notar wird der Kaufvertrag aufgesetzt. Auch der Grundbucheintrag wird vom Notar veranlasst. Zur Sicherheit können Interessenten vorab eine Bestätigung ihrer Bank über die Bewilligung einer Finanzierung vorlegen.

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