Aufgrund von historisch niedrigen Zinsen gilt der Immobilienkauf noch immer als eine der meistgewählten Anlage-Optionen für Investoren und als beste Basis für die persönliche Altersvorsorge. Auch im Jahr 2016 gibt es für Immobilienkäufer und Häuslebauer jedoch zahlreiche Neuerungen, zu denen auch die Energiesparverordnung mit ihren neuen Standards gehört:

Höherer energetischer Standard

Mit der seit dem 1. Mai 2014 gültigen Energiesparverordnung (EnEV) werden ab 2016 noch strengere Standards für Wohn- und Nichtwohngebäude umgesetzt. Diese gelten für Bauanträge ab 2016. Der zulässige Primärenergiebedarf ist ab 2016 um ganze 25 Prozent gesunken. Das bedeutet, dass der Höchstwert nun 25 Prozent unter der vorherigen Grenze liegt. Zusätzlich wurde der Wärmeschutz von Gebäuden um 20 Prozent verbessert. Für Häuslebauer und Immobilienkäufer bedeuten diese Neuerungen, dass alle Gebäude, für die 2016 ein Bauantrag gestellt wird, über eine noch effizientere Heizung und eine verbesserte Wärmedämmung verfügen müssen. Diese strengeren energetischen Standards gelten nicht nur für Häuslebauer. Auch Käufer von Immobilien sollten jetzt genau darauf achten, welcher Standard für ihr Wunschobjekt gültig ist.

Energieausweise für Gebäude

Ab 2016 profitieren Immobilienkäufer von einem noch transparenteren Energieausweis. Dieser ähnelt nun der Angabe von Energieeffizienzklassen von Elektrogeräten. Damit können sich Interessenten nun bereits während einer Besichtigung über den tatsächlichen Energiestandard des gewünschten Objekts informieren. Die energetischen Werte werden auf einer Skala von Grün bis Rot dargestellt. Außerdem enthalten die ab 2016 ausgestellten Energieausweise für Gebäude neun Energieeffizienzklassen von A+ bis H. Der Energieausweis wird ab diesem Jahr bereits bei der Besichtigung präsentiert.

Wie profitieren Immobilien-Interessenten von den neuen EnEV-Regelungen?

Die neuen energetischen Standards sind nicht nur ein Muss, sondern werden von vielen Häuslebauern bereits heute unterboten. Der Grund dafür ist simpel: je niedriger der Energiebedarf, desto geringer fallen langfristig die Kosten für die Heizung aus. Auch eine effiziente Wärmedämmung trägt zu einem reduzierten Primärenergiebedarf bei. Das gilt natürlich auch für neu gebaute Eigentumswohnungen. Alle Interessenten solcher Objekte profitieren ab 2016 von einer nochmals verbesserten Transparenz bereits während der Immobiliensuche. Die Kennwerte des Energieausweises werden bereits in der Annonce genannt. Während der Besichtigung können Interessenten den Energieausweis dann direkt einsehen. Wer eine Eigentumswohnung kaufen möchte, kann ab diesem Jahr also noch einfacher prüfen, ob das Objekt auch tatsächlich den neuen Energiestandards entspricht. Ab dem Jahr 2021 gelten dann wiederum strengere Energiestandards – und zwar das Niedrigstenergiegebäude der EU.

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