Paar mit Vermieterin bei Mietvertagsunterschrift
Vermieter und Mieter bei der Mietvertagsunterschrift

Mit der Vermietung von Immobilien lässt sich in Deutschland eine sehr gute Rendite erwirtschaften. Eine Immobilie stellt einen langfristigen und sicheren Vermögenswert dar. Die Vermietung ist jedoch auch eine Herausforderung, da ein Geschäftsverhältnis mit fremden Personen eingegangen wird. Folgende fünf Tipps können vor Problemen bei der Vermietung von Immobilien schützen.

1. Passende Mieter finden

Ein langfristiges Mietverhältnis mit einem solventen Mieter ist wünschenswert. Wie aber kann man solvente Mieter von Mietnomaden unterscheiden? Es gibt dazu verschiedene Instrumente. Die Selbstauskunft bei der Schufa kann Aufschluss über die finanzielle Situation des Mieters geben. Eine Bescheinigung des aktuellen Vermieters samt aktueller Meldebescheinigung ist ebenfalls ratsam. Um die finanziellen Möglichkeiten des Mieters zu bestimmen, kann eine aktuelle Bescheinigung des Arbeitgebers angefordert werden.

2. Hausordnung klar definieren

Um Probleme im Vorfeld zu minimieren, ist eine klar definierte Hausordnung wichtig. Sie dient als Richtlinie für alle Mieter und wird nicht durch einen Aushang im Hausflur ersetzt. Bei der Unterzeichnung des Mietvertrags sollte auch eine Hausordnung unterzeichnet werden, das dient der Rechtssicherheit des Vermieters.

3. Tipps zur Nebenkostenabrechnung

Innerhalb eines Jahres nach Ende des Abrechnungszeitraums muss die Nebenkostenabrechnung vorliegen. Bei Überschreitung dieser Frist verlieren Nachzahlungen ihre Gültigkeit, insofern der Vermieter den Verzug zu verschulden hat. Die Abrechnung ist komplex und stellt viele Angriffspunkte dar. Sie sollte daher sehr genau erstellt werden und keine Fehler beinhalten. Ist ein Mieter mit der Zahlung in Verzug, kann ein eventuelles Guthaben damit verrechnet werden. Nachzahlung sollten hingegen unter Angabe einer kurzen Frist konsequent eingefordert werden.

4. Versicherungen für Vermieter

Es gibt eine Reihe von Versicherungen, die finanzielle Schäden durch die Vermietung von Immobilien abfedern. Im Falle eines Rechtsstreits ist die Rechtsschutzversicherung für Vermieter hilfreich. Sie trägt die Kosten für Anwalt und Gericht bei Auseinandersetzungen mit Mietern der Immobilie. Interessant kann auch eine Mietausfallversicherung sein, die bei ausbleibenden Mietzahlungen einspringt. Vor dem Abschluss dieser Versicherungen ist es ratsam, alle Versicherungsbedingungen hinsichtlich möglicher Sperrfristen und Dauer der Inanspruchnahme zu studieren.

5. Möglichkeiten der Kündigung

Es gibt verschiedene Gründe, warum das Mietverhältnis durch den Vermieter gekündigt werden soll. Ein Verzug der Mietzahlung berechtigt nicht sofort zur Kündigung. Ohnehin hat nur eine schwere Pflichtverletzung des Mieters Aussicht auf eine erfolgreiche Kündigung des Mietverhältnisses. Um in einem möglichen Rechtsstreit gute Karten zu haben, ist eine vorherige Abmahnung bei einer Pflichtverletzung ratsam.

Eine Kündigung aus Eigenbedarf ist möglich, sie muss jedoch begründet werden. Abhängig von der Dauer des Mietverhältnisses ergibt sich eine Kündigungsfrist von drei bis neun Monate.

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